Der Kommentar des Kurators

AI Slop bezeichnet massenhaft erzeugte, oberflächliche oder fehlerhafte Inhalte, die mithilfe generativer KI entstehen. Diese Texte wirken oft plausibel, sind aber schlecht recherchiert, redundant oder inhaltlich banal. Ihr Ziel ist nicht Erkenntnis, sondern Quantität – etwa zur Suchmaschinenoptimierung oder zur schnellen Befüllung von Plattformen.
Für Wikipedia wird AI Slop zum Problem, weil die zugrundeliegenden Informationen auf überprüfbaren, hochwertigen und von Menschen kuratierten Informationen basieren. KI-generierte Inhalte lassen sich schwer von sorgfältig erstellten Artikeln unterscheiden, enthalten jedoch häufiger falsche Fakten, erfundene Quellen oder unausgewogene Darstellungen. Die ehrenamtliche Community muss dadurch mehr Zeit auf Kontrolle, Korrektur und Löschung verwenden, was die Qualitätssicherung zusätzlich belastet.
Langfristig führt AI Slop ins Zeitalter der Mittelmäßigkeit: Wenn immer mehr Inhalte aus statistischem Durchschnitt statt aus Expertise, Erfahrung und kritischem Denken entstehen, nivelliert sich Wissen. Originelle Perspektiven, Tiefe und sprachliche Sorgfalt gehen verloren. Was bleibt, ist eine große Menge „akzeptabler“, aber belangloser Inhalte – genug, um zu funktionieren, aber zu wenig, um wirklich zu verstehen oder weiterzukommen.

Besonders in der Kunstwelt ist man solchen inhaltslosen Worthülsen auch schon vor AI begegnet. Denn das beschreiben von Kunst eignet sich besonders um möglichst hochgestochenes Vokabular zu inhaltslosen Textkonstrukten zusammen zu bauen.